Arkham Witch – Legions of the Deep

Veröffentlichungsjahr:2012
Stil:NWoBHM/Doom Metal
Spieldauer:ca. 57 min.
Homepage:www.facebook.com/ArkhamWitch
Land:Großbritannien
Label:metal-on-metal.com/
Verfasser: Eirikr

8,5 Punkte von 10


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Welches Zerwürfnis mit Randy Reaper auch immer die legendären The Lamp of Thoth auf´s vorläufige Abstellgleis verschoben haben mag – als glühender Fan werde ich es wohl nie verwinden. Jener – inzwischen bei den Heroen von Solstice shreddernd – hat sich mir gegenüber diesbezüglich leider auch auf den Dubin Doom Days und auf Kopenhagens Heavy Days in Doomtown ausgeschwiegen. Womöglich war´s die klassische „Dritte Rad am Drahtesel“ Geschichte…

Fakt ist, dass das verbliebene Paar Simon Iff? und Emily Ningauble bereits seit 2008 erfolgreich mit ihrer inzwischen auf einen Vierer vervollständigten Heavy Metal / Doom Combo Arkham Witch performt. Und nachdem ihr Vorgängerwerk „On Crom´s Mountain“ auf dem inzwischen in die Knie gegangenen Barbarian Wrath Label erschienen ist (dort hätte ja ursprünglich auch das Debüt der heimischen Fellthrasher Tulsadoom erscheinen sollen), hat man nun auf das ambitionierte Metal on Metal Label (unter anderem Nomad Son, Heathendom, F.K.Ü.) gewechselt, deren Jowita Kaminska im Übrigen auch das Artwork beigesteuert hat.

Musikalisch trägt man den Spirit des doomlastigen NWoBHW raus in die Welt – wenn auch etwas moderner als etwa die seligen Witchfinder General oder Pagan Altar, garniert mit dem Simon Iff?-typischen Witz und Esprit in Wort und Komposition. Während viele Passagen an The Lamp of Thoth mahnen (etwa der grandiose Opener „David Lund“, der witzige Mitgröhl Hit „We´re from Keighley“, oder auch über weite Strecken der Titeltrack „Legions Of The Deep“ , bei dem übrigens Ausnahmesänger Leo Stivala von der maltesischen Epic Doom Legende Forsaken seine Vocals beigesteuert hat; die Entstehung dazu ist ->hier auf Youtube<- zu begutachten), finden sich auch durchaus härtere thashig/punkige Klänge, die phasenweise selbst Grave Digger oder gar Kreator und Konsortium gut zu Gesicht stehen würden („On A Horse Called Vengeance“, oder auch „Infernal Machine“), oder teilweise an diverse doomige Genrekollegen wie Hooded Priest und Co. mahnen („Kult Of Kutulu“).

Lyrisch bewegt man sich im zu erhoffenden Umfeld von lovecraft´schem Cthulhu und ähnlich abstrusem, verschrobenem und hanebüchenem Klamauk samt einiger bekannter Hofknickse vor der britischen Heimatgemeinde Keighley und der dortigen historisch-esoterischen Umtriebe, also alles was das okkulte Herz fordert.

Und um mich als Fan bei Stange zu halten, hat man klammheimlich eine schräge und witzige, zwischen Monster Magnet´s „Powertrip“ (man möge mir den Vergleich verzeihen, aber der Gitarrenpart zu Beginn lädt geradezu dazu ein) und Johnny Cash-auf-Crack-anmutende Akustik-Coverversion des TLoT-Klassikers „Blood On Satan´s Claw“ mit raufgepackt, danke!

Sozusagen für fast jeden was dabei also. Mein Resümee: I love the Lamp! – äh – The Witch!

01 – David Lund
02 - At the Mountains of Madness
03 - Iron Shadows in the Moon
04 - Infernal Machine
05 - The Cloven Sea
06 - On a Horse Called Vengeance
07 - Gods of Storm and Thunder
08 - Kult of Kutulu
09 - Legions of the Deep
10 - We're from Keighley
11 – [untiteled]

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Arkham Witch (picture taken from their facebook page)