Heavy Metal in Bagdad

DVD Beschreibung:Heavy Metal
VÖ:0000-00-00
Spieldauer:172 min
Homepage:www.heavymetalinbaghdad.com
technische Daten:Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)
PAL 16:9 Widescreen
Region 2
Label:http://www.viceland.de
Verfasser: Aamon

10 Punkte von 10


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Heavy Metal in Bagdad zeigt die Bandgeschichte von Acrassicauda, der einzigen Metalband des Iraks. Suroosh Alvi ist (New Yorker Vice Magazine) zeigt bei seinem Regie-Debut eindrucksvoll, welchen Problemen eine Metalband in einer Diktatur wie dem Irak ausgesetzt ist. Zwischen 2003 und 2007 besuchte der Filmemacher mehrmals die Band in Bagdad und zeichnet ein für westliche Metalfans nur schwer vorstellbares Bild der dortigen Szene. Unzähligen Schikanen ausgesetzt versucht die Bands dennoch an Gigs heranzukommen, auch an den unmöglichsten Orten, auch wenn man mit Hemd getarnt durch die Straßen muss.

Man sieht den unbändigen Willen einer Band, die sogar Saddam Hussein songtechnisch huldigen musste. Die sehr gut gestaltete und preisgekrönte Doku zeigt die Band weniger reisserisch, als einfühlsam in vielen Gesprächen, in der Livesituation und in den verschiedenen Stationen der eigenen Karriere. Am Ende der Doku sind die Bandmitglieder bereits als Flüchtlinge in Damaskus (Syrien) angekommen und warten auf eine Aufenthaltsbewilligung für den Westen. Zurück ist nicht mehr möglich...

Stilistisch bedient sich die Band übrigens großteils zahlreicher Thrash-Elemente, zeigt aber auch den klassischen Metalzugang.

Den kurzen Aufenthalt in der Türkei mitsamt den behördlichen Problemen zeigt eine Zusatzdoku auf vorliegender DVD.

Die DVD geizt auch sonst nicht mit Bonus-Material. 88 Minuten zusätzliches Material zeigt vor allem die Zeit nach dem Filmdreh.

Mittlerweile hat sich aber einiges getan. Lest dazu die offiziellen Seiten der Band im Internet...

Zusatzinfos: www.heavymetalinbaghdad.com
de.wikipedia.org/wiki/Acrassicauda
de.wikipedia.org/wiki/Heavy_Metal_in_Baghdad
www.heavymetalinbaghdad.com/blog.php