Die Heiden fallen in Graz ein - Paganfest-Tour im P.P.C.

Info:
Verfasser:Lord MaSo
Homepage:Rock The Nation Festivals
Fotos:Flyer Paganfest

Fotos folgen in Kürze

online seit:
2012-03-14

Bereits zum fünften Mal tingelt der heidnische Reigen durch Europa, unser fliegender Holländer - äh, Reporter Lord MaSo war vor Ort, um den Barbaren auf Schwert und Trinkhorn, Schalmei und Teufelsgeige zu äugen.

Wie veranschlagt begann das Paganfest im Grazer P.P.C. um 18.30 Uhr. Als erste Band spielten die Isländer Sólstafir. Eine der wenigen Bands, die es schaffen mit ihrer Musik wirklich Emotionen rüber zu bringen. Ich war gespannt wie es die Band meistern würde ihre hervorragende Eigenständigkeit auch live umsetzen zu können. Aber zu meinem Erstaunen bewiesen die Jungs problemlos ihr Können.
Die Stimmung während ihres Auftritts war schwer zu definieren, vor allem weil die Isländer ja nicht wirklich Partymusik machten, sondern eher im melancholischen Sektor zu Hause sind.

Danach spielten die Holländer Heidevolk. Mir bis dato nur vom Namen her bekannt, konnten sie aber die anwesende Menge wirklich begeistern.
Dargeboten wurde quasi Party-Humppa-Metal mit holländischen Lyrics, was den Anwesenden sichtlich gefiel. Die beiden Sänger konnten das Publikum sehr gut animieren und so wurde ihr Auftritt wirklich gut aufgenommen.

Nach der nächsten Umbaupause kamen dann die Rumänen Negura Bunget an die Reihe. Mit ihrem atmosphärischen Black Metal, der doch die meiste Zeit eher in die depressive Richtung geht, konnten sie die anwesenden Fans wirklich zufrieden stellen. Ein sehr guter Auftritt von dieser Ausnahmeerscheinung aus dem heidnischen Black Metal-Sektor. Da diese Band eine aus der Kategorie „Ernstzunehmende Musik“ ist, war es im vorhinein klar, dass Mitsing-Passagen nicht vorhanden sein werden. Aber dennoch: die Stimmung (auch wenn nicht grad die fröhlichste) während ihres Auftritts war wahrlich großartig.

Und nun wartete das Publikum gespannt auf den irischen Co-Headliner Primordial.
Die Mannen um den äußerst charismatischen Frontmann Naihmass Nemtheanga lieferten einen sehr guten Gig ab. Aber man merkte, dass das anwesende Publikum eher mit Bands wie Heidevolk zu begeistern war.

Zu guter Letzt spielten dann noch Eluveitie. Zu dieser Band muss man sagen, dass sie es wirklich in den letzten Jahren verdient hat ein solches Paganfest zu headlinen. Es ist schon ein Weilchen her, dass eine so junge Band so einen Aufstieg geschafft hat. Mit ihrer Mischung aus In Flames-Metal und keltischen Instrumenten begeisterten sie die Halle. Da war wirklich für (fast) jeden was dabei, von Mitsing- und Rumhüpf-Song bis hin zu doch eher andächtigeren Stücken.
Ein wirklich gelungener Auftritt mit nur einem Manko – Es hätte nur noch „Your Gaulish War“ auf der Setlist gefehlt.

Fazit: Ein für meinen Geschmack sehr interessantes Paganfest, vor allem, weil nicht nur die üblichen Verdächtigen an der Reihe waren ihr Bestes zu geben.
Dieses dürfte sich aber wohl eher negativ auf die Besucherzahl ausgewirkt haben in Graz, da nur – Zitat vom Chris an der Kassa – „300 und ein paar Zerquetschte“ Besucher anwesend waren.

Running Order.

Trailer zum Paganfest auf youtube



Flyer Paganfest